• Humanities & Social Sciences
      June 2018

      Deutsche Ideologie. Zur Kritik der Philosophie

      Manuskripte in chronologischer Anordnung

      by Karl Marx, Friedrich Engels, Gerald Hubmann, Ulrich Pagel

      Die Manuskripte von Marx und Engels zur Kritik der Deutschen Ideologie sind fragmentarisch geblieben. Die vorliegende Ausgabe präsentiert sie in zentralen Auszügen und chronologisch geordnet. Damit erlaubt sie einen aufschlussreichen ‚Blick in die Werkstatt‘. Im Zuge der grundsätzlichen Kritik an der deutschen Philosophie und am deutschen Sozialismus entwickeln Marx und Engels den eigenen terminologischen und theoretischen Rahmen: Begriffe differenzieren sich aus, Manuskriptfragmente über Arbeitsteilung sowie das Verhältnis von Sein und Bewusstsein entstehen. Die Texte werden hier auf der Grundlage der historisch-kritischen Edition in der Marx-Engels-Gesamtausgabe (MEGA) in chronologischer Anordnung wiedergegeben und durch wichtige Textvarianten ergänzt. Beigegebene Manuskriptseiten im Faksimile-Druck zeigen die intensive gemeinsame Arbeit von Marx und Engels, ebenso aber auch den Entwurfscharakter und den schlechten Erhaltungszustand vieler Manuskripte.

    • Humanities & Social Sciences
      March 2019

      Social Ontology of Whoness

      Rethinking Core Phenomena of Political Philosophy

      by Michael Eldred

      How are core social phenomena to be understood as modes of being? This book offers an alternative approach to social ontology. Recent interest in social ontology on the part of mainstream philosophy and the social sciences presupposes from the outset that the human being can be cast as a conscious subject whose intentionality can be collective. By contrast, the present study insistently poses the crucial question of who the human being is and how they sociate as whos. Such whoness is a clean-cut departure from the venerable tradition of questioning whatness (quidditas, essence) in philosophical thinking. Casting human being hermeneutically as whoness opens up new insights into how human beings sociate in interplays of mutual estimation that are simultaneously social power plays. Hitherto, the ontology of social power in all its various guises, has only ever been implicit. This book makes it explicit. The kind of social power prevalent in capitalist societies is that of the reified value embodied in commodities, money, capital, &c. Reified value itself is constituted through an interplay of mutual estimation among things that reflects back on the power interplay among whos. In this way a new critique of capitalism becomes possible.

    • Humanities & Social Sciences
      October 2018

      Der frühe Heidegger über das Selbst

      by Wolfgang Carl

      Es ist bekannt, daß der Begriff des Selbst ein zentrales Thema von Heideggers Sein und Zeit ist. Aber auch die weniger bekannten Vorlesungen, die seiner Publikation vorhergehen, beschäftigen sich mit diesem Thema. Sie entwickeln verschiedene Theorien des Selbst, die häufig gar nicht berücksichtigt werden oder aber, wenn man sich mit ihnen beschäftigt, als Vorläufer der in Sein und Zeit vertretenen Auffassung des Selbst angesehen werden. Beide Forschungsrichtungen geben ein verzerrtes Bild des frühen Heidegger. Denn eine genauere Betrachtung der "Frühen Freiburger Vorlesungen" zeigt, daß er verschiedene Auffassungen vertritt, die miteinander unverträglich sind und von seinen entsprechenden Überlegungen in Sein und Zeit in wesentlichen Punkten abweichen. Ihre Explikation und der Vergleich mit der Konzeption des „Selbst der verfallenden Alltäglichkeit“ ermöglichen es, die verschiedenen Ansätze besser zu verstehen, die sich bei dem frühen Heidegger finden und in Sein und Zeit nicht mehr berücksichtigt werden. Darüber hinaus erlaubt es die Korrektur dieser Irrtümer, die besondere Bedeutung der frühesten Theorie des Selbst zu erkennen, die, wie im dritten Kapitel gezeigt wird, einen wichtigen Beitrag für die gegenwärtige Diskussion zum Thema Selbst leistet.

    • Humanities & Social Sciences
      September 2019

      Social Ontology in the Making

      by Raimo Tuomela, Raul Hakli, Pekka Mäkelä

      The book includes both essential classics and buried treasures that have not yet received the attention they deserve.The papers of the collection cover a time span of 30 years and thanks to that the collection provides a historical perspective into the development of the field, and into the development of one of the main positions in particular. The collection also provides insights that are still viable and worthy of further scrutiny and development, and in virtue of this the collection functions as an inspiring source for those engaged in the debates of the field today.

    • Humanities & Social Sciences
      June 2018

      Free Will, Causality and the Self

      by Atle Ottesen Søvik

      Die Reihe bietet ein Publikationsforum für innovative Arbeiten zu allen Themengebieten der analytischen Philosophie. Die Bände in dieser Reihe erscheinen in deutscher oder englischer Sprache.

    • Humanities & Social Sciences
      December 2017

      Ikonische Formprozesse

      Zur Philosophie des Unbestimmten in Bildern

      by Marion Lauschke, Johanna Schiffler, Franz Engel

      The term iconic form processes refers to phenomena that produce transitions between natural and symbolic forms. For example, the fire-scarred surface of a bronze artwork produces effects transcending the realm of artistic intention. When a work is created and perceived, the genesis of the image also invariably involves a “recession into the implicit” (John Dewey). This volume furnishes the foundations for a theory of iconic form processes.

    • Humanities & Social Sciences
      August 2017

      Saint Paul and Philosophy

      The Consonance of Ancient and Modern Thought

      by Gert Jan van der Heiden, George Henry van Kooten, Antonio Cimino

      The much-acclaimed present-day philosophical turn to the letters of Saint Paul points to a profound consonance between ancient and modern thought. Such is the bold claim of this study in which scholars from contemporary continental philosophy, new testamentary studies and ancient philosophy discuss with each other the meaning Paul's terms pistis, faith. In this volume, this theme discusses in detail the threefold relation between Paul and (1) continental thought, (2) the Graeco-Roman world, and (3) political theology. It is shown that pistis does not only concern a mode of knowing, but rather concerns the human ethos or mode of existence as a whole. Moreover, it is shown that the present-day political theological interest in Paul can be seen as an attempt to recuperate Paul’s pistis in this comprehensive sense. Finally, an important discussion concerning the specific ontological implications and background of this reinterpretation of pistis is examined by comparing the ancient ontological commitments to those of the present-day philosophers. Thus, the volume offers an insight in a crucial consonance of ancient and modern thought concerning the question of pistis in Paul while not forgetting to stipulate important differences.

    • Humanities & Social Sciences
      October 2019

      Mind and Meaning

      Themes from Putnam

      by Michael Frauchiger

      This series assembles high-quality volumes from different domains of analytical philosophy. Here, “analytical philosophy” is broadly conceived in terms of a common methodological orientation towards clear formulation and sound argumentation; it is not defined by any philosophical position or school of thought. The series is edited on behalf of the Lauener Foundation for Analytical Philosophy.

    • Humanities & Social Sciences
      May 2018

      Der Gegenstand der Erkenntnis

      Historisch-kritische Ausgabe. Teil 1: 2. Auflage (1904). 1. Auflage durch editorischen Apparat. Teil 2: 6. Auflage (1928). 3. und 4./5. Auflage durch editorischen Apparat

      by Heinrich Rickert, Rainer A. Bast, Rainer A. Bast

      Heinrich Rickerts Der Gegenstand der Erkenntnis ist eines der bedeutendsten, aber auch umstrittensten erkenntnistheoretischen Werke seiner Zeit, von dem z.B. William James mit "höchster Bewunderung" spricht. Rickert war ein Denker mit spezifischen, klaren und festen Positionen, von denen er nur wenige im Laufe seines Denkwegs wirklich aufgab. Gleichwohl hat er an vielen seiner Schriften beständig - teils über Jahrzehnte - gearbeitet und Textänderungen angebracht, meist begriffliche bzw. sprachliche Klärungen. Das wohl beste Beispiel für sein Vorgehen ist das vorliegende Werk. Der Gegenstand der Erkenntnis hat von 1892 bis 1928 sechs Auflagen erlebt und wuchs von 91 auf 460 Seiten; Rickert hat über 36 Jahren in jeder Auflage Änderungen vorgenommen. Um diese kontinuierliche Denk-Arbeit nachzuzeichnen, wird dieses Werk (in Abweichung von den anderen Bänden der Rickert-Ausgabe) in einer historisch-kritischen Edition vorgelegt, in der die beiden wichtigsten Auflagen (die zweite und die sechste) im gesamten Text präsentiert werden und die anderen Auflagen aus den Apparaten ersichtlich sind. Die Edition enthält neben dem umfassenden Editionsbericht Druckfehlerverzeichnisse, ausführliche Herausgeber-Anmerkungen, Personenregister, ein Wortregister sowie anschauliches Material zu Rickerts Textarbeit, aus dem Rickerts Denkentwicklung hervorgeht.

    • Humanities & Social Sciences
      June 2019

      Franz Brentano und sein philosophischer Nachlass

      by Thomas Binder

      Franz Brentano (1838–1917) gilt als einer der einflussreichsten Philosophen an der Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert. Dennoch sind die Philosophiehistoriker noch zu keinem endgültigen Urteil über seine Bedeutung gelangt. Der Grund hierfür ist vor allem darin zu suchen, dass Brentanos Werk bis heute nur unzureichend zugänglich ist, was vor allem daran liegt, dass der größte Teil davon nur in handschriftlicher Form existiert: Nach seinem unvollendet gebliebenen Hauptwerk, der Psychologie vom empirischen Standpunkt, hat Brentano keine größere Arbeit mehr veröffentlicht. Im ersten Teil analysiert Binder die Gründe für Brentanos zurückhaltende Publikationstätigkeit, wobei einerseits der konfliktbehaftete biographische Hintergrund und die komplexe Persönlichkeit des Philosophen, andererseits theoretische Probleme, eine psychologische Einheitswissenschaft zu formulieren, die ihn an der Fertigstellung seines Hauptwerks scheitern ließen, im Vordergrund stehen. Im zweiten Teil verfolgt der Autor die wechselhafte Geschichte von Brentanos philosophischem Nachlass, die ihrerseits die Rezeption seiner philosophischen Theorien stark behindert hat.

    • Humanities & Social Sciences
      October 2018

      Beyond the Babylonian Trauma

      Theories of Language and Modern Culture in the German-Jewish Context

      by Gerald Hartung

      Hartung works out both the linguistic and philosophy of language setting as well as socio-political and cultural implications of the radical critique of language developed in the late 19th and early 20th centuries by philosophers as diverse as Steinthal, Cohen, Simmel or Cassirer. He argues that the theories pleaded for a plurality of linguistic and cultural forms as well as for a new logic beyond the traditional nature/culture partition.

    • Humanities & Social Sciences
      September 2018

      Theoria

      Chapters in the Philosophy of Science

      by Jürgen Mittelstraß

      Science is knowledge gained and justified methodically. It is achieved by research and theory formation. But what is a methodical procedure and what are methodically established justifications? What kind of principles must be observed in order to obtain the degree of objectivity that is generally claimed by science? What is the relation between science in the research mode and science in presentation mode, i.e., in its theoretical form? Do the same principles hold here? And how are they justified? Is it even possible to speak of justification in a theoretical sense? Or do we have to be content with less – with corroboration and confirmation? Is the distinction between the context of discovery and the context of justification the last word in methodical and theoretical matters? And how does this distinction relate to that between research and presentation – the constitution of (scientific) objects on the one hand and (theoretical) propositions about them on the other? The analyses and constructions in this book take up these questions. They are explicitly intended as philosophical contributions, not only in the sense implied by the disciplinary use of the term philosophy of science, but also in the sense of a reflection on science that, alongside more technical aspects of methodologies and elements of theories, also has an eye for anthropological and cultural aspects.

    • Humanities & Social Sciences
      October 2020

      Seiendes, Empfindung, Phantasie bei Franz Brentano

      by Ion Tanasescu

      Das Buch analysiert ontologische und psychologische Themen Franz Brentanos, die für Heideggers und Husserls Phänomenologien von Bedeutung waren: das Sein der Kategorien und das Seiende als Wahres, die Intentionalität der Vorstellung, insbesondere der Empfindungsakte, und die uneigentlichen Phantasievorstellungen.

    • Humanities & Social Sciences
      September 2017

      Anschauung und Begriff

      Grundzüge eines Systems der Begriffsbildung

      by Max Brod, Felix Weltsch, Claus Zittel, Claus Zittel, Axel Pichler

      Brod und Weltsch charakterisieren ihr Werk als eine Art „Monographie über verschwommene Vorstellungen". Sie zeigen, dass die von der philosophischen Phänomenologie Franz Brentanos und Husserls aufgestellten Postulate der Evidenz und genauen Beschreibung nur im Bereich der Wissenschaft statthaft sind, ansonsten aber unsere Wahrnehmungswelt von einer Vielzahl von vagen, unbestimmten, verschwommenen Sinnes- und Gedächtniseindrücken bestimmt wird, die eine empirisch arbeitende Psychologie ebenso wie die philosophische Erkenntnistheorie mit einzufangen und ihren Funktionen zu explizieren habe. Diese Schrift ist daher ein idealer Ausgangspunkt, um ein differenzierteres Bild der epistemischen Konfiguration der Prager Moderne zu zeichnen und grundsätzlich die Möglichkeiten einer psychologischen Ästhetik auszuloten. Die Neu-Edition dieser Schrift öffnet aber auch wieder einen lange verschütteten Zugang zur Literatur der Prager Moderne, insbesondere für das Erzählwerk Kafkas. Die Edition des lange vergriffenen Werkes enthält eine Einleitung sowie ausgewählte Literatur zur Rezeption des Werks.

    • Humanities & Social Sciences
      October 2018

      Ernst Cassirer in systematischen Beziehungen

      Zur kritisch-kommunikativen Bedeutung seiner Kulturphilosophie

      by Thiemo Breyer, Stefan Niklas

      Wenn Klassiker in der Philosophie die Funktion haben, Medien der Diskussion zu sein, so ist Cassirers Status als (kultur-) philosophischer Klassiker in besonderer Weise gerechtfertigt: Seine Philosophie ist strukturell auf kritische Vermittlung ausgelegt, und zwar sowohl im Sinn eines Theoriemediums, das eine Terminologie und Methode anbietet, wie auch als Mediator im Sinne der Integration unterschiedlicher, teils widerstrebender Positionen als Problemzusammenhänge. Um diese kritisch-kommunikative Bedeutung Cassirers deutlich und zugleich nutzbar zu machen, stellen die Beiträge des Bandes jeweils Aspekte seiner Philosophie in Beziehung zu anderen philosophischen und wissenschaftlichen Projekten (sowohl gegenwärtigen als auch ihrerseits klassischen). Hierzu gehören analytische Metaphysik, Archäologie des Wissens, neuere psychiatrische und wahrnehmungsphilosophische Ansätze, kritische Theorie, philosophische Anthropologie, Pragmatismus, Leibphänomenologie, die Pittsburgh Schule u.v.m. Der Band versteht sich dabei nicht nur als ein Beitrag zur Cassirer-Forschung, sondern will allgemeiner für die kritisch-kommunikative Haltung eintreten, die sich an Cassirer lernen lässt, um sie in die Praxis der Philosophie insgesamt zu tragen.

    • Humanities & Social Sciences
      March 2019

      Husserl, Kant and Transcendental Phenomenology

      by Iulian Apostolescu, Claudia Serban

      The transcendental turn of Husserl's phenomenology has challenged philosophers and scholars from the beginning. This volume inquires into the profound meaning of this turn by contrasting the Kantian and the phenomenological version. Examining controversies surrounding subjectivity, idealism, aesthetics, logic, and the foundation of sciences and practical philosophy, the papers provide a helpful guide for facing current debates.

    • Humanities & Social Sciences
      April 1986

      Existenz, Denken, Stil: Perspektiven einer Grundbeziehung

      Dargestellt am Werk Soren Kierkegaards

      by G. Heath King

    • Humanities & Social Sciences
      September 2018

      Metamathematics and the Philosophical Tradition

      by William Boos, Florence S. Boos

      Metamathematics and the Philosophical Tradition is the first work to explore in such historical depth the relationship between fundamental philosophical quandaries regarding self-reference and meta-mathematical notions of consistency and incompleteness. Using the insights of twentieth-century logicians from Gödel through Hilbert and their successors, this volume revisits the writings of Aristotle, the ancient skeptics, Anselm, and enlightenment and seventeenth and eighteenth century philosophers Leibniz, Berkeley, Hume, Pascal, Descartes, and Kant to identify ways in which these both encode and evade problems of a priori definition and self-reference. The final chapters critique and extend more recent insights of late 20th-century logicians and quantum physicists, and offer new applications of the completeness theorem as a means of exploring "metatheoretical ascent" and the limitations of scientific certainty. Broadly syncretic in range, Metamathematics and the Philosophical Tradition addresses central and recurring problems within epistemology. The volume’s elegant, condensed writing style renders accessible its wealth of citations and allusions from varied traditions and in several languages. Its arguments will be of special interest to historians and philosophers of science and mathematics, particularly scholars of classical skepticism, the Enlightenment, Kant, ethics, and mathematical logic.

    • Humanities & Social Sciences
      November 2019

      European/Supra-European: Cultural Encounters in Nietzsche's Philosophy

      by Marco Brusotti, Michael McNeal, Corinna Schubert, Herman Siemens

      Nietzsche says "good Europeans" must not only cultivate a "supra-national" view, but also "supra-European" perspective to transcend their European biases and see beyond the horizon of Western culture. The volume takes up such conceptual frontier crossings and syntheses. Emphasizing Nietzsche's genealogy of European culture and his reflections upon the constitution of Europe in the broadest sense, its essays examine peoples and nations, values and arts, knowledge and religion. Nietzsche's apprehensions about the crises of nihilism and decadence and their implications for Europe's (and humankind’s) future are investigated in this context. Concerning the crossing of notional frontiers, contributors examine Nietzsche’s hoped-for dismantling of Europe’s state borders, the overcoming of national prejudices and rivalries, and the propagation of a revitalizing "supra-European" perspective on the continent, its culture(s) and future. They also illuminate lines of syntheses, notably the syncretism of the ancient Greeks and its possible example for the European culture to-be. Finally certain of Europe's current problems are considered via the critical apparatus furnished by Nietzsche's philosophy and the diagnostic tools it provides.

    • Humanities & Social Sciences
      April 2019

      Selbsterhaltung und Wille zur Macht

      Nietzsches Spinoza-Rezeption

      by Hannah Grosse Wiesmann

      „Jeder Philosoph hat zwei Philosophien: seine eigene und diejenige Spinozas" – diese Worte Henri Bergsons gelten ganz besonders für Friedrich Nietzsche. Sein Denken wurde von Spinozas Philosophie entscheidend geprägt – und dies, obwohl er Spinozas Schriften wahrscheinlich nie gelesen hat. Die Monographie untersucht Nietzsches indirekte, da über Sekundärquellen vermittelte, Spinoza-Rezeption und zeigt, dass diese für die Konzeption des Willens zur Macht von grundlegender Bedeutung war. Die kritische Ausrichtung der Willen-zur-Macht-Konzeption, ihr philosophischer Problemgehalt und ihre historische Originalität sind erst vor dem Hintergrund von Nietzsches Spinoza-Rezeption angemessen zu verstehen. Quellenkundlich wird das Rezeptionsverhältnis eingehend erforscht und auf dieser Grundlage hinsichtlich seines philosophischen Ertrages interpretatorisch ausgewertet. Die Studie richtet sich somit ebenso an historisch wie an systematisch forschende Nietzsche- und Spinoza-Interpreten. Ergänzt wird sie durch den Abdruck einer bisher unveröffentlichten Handschrift Nietzsches über Spinoza.

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